Mutterkuhfachtagung 2018

Gemeinsam erfolgreich – Mutterkuh Fachtagung 2018

Die diesjährige Fachtagung war bereits die 7. Veranstaltung dieser Art. Und jedes Mal aufs Neue zeigt sich, dass die Mutterkuhhaltung und die Qualitätsfleischproduktion in Tirol längst ihren Platz gefunden haben und nicht mehr wegzudenken sind.
Gemeinsam mit den Tiroler Mutterkuhbauern und -bäurinnen ist es in den letzten Jahren gelungen ein etabliertes Standbein für die extensive Rinderhaltung in Tirol aufzubauen, welche auch ernstgenommen wird, wie auch die Anwesenheit der zahlreich erschienen Ehrengäste zeigt.

Potential des Grundfutters nutzen
Eine erfolgreiche Produktion und die Erzeugung von hochwertigem Qualitätsfleisch müssen in Zukunft an oberster Stelle in der Mutterkuhhaltung stehen. Gerade im Bereich des Grundfutters würde hier noch viel Potential liegen.
„Ver(un)krautung von Wiese und Weide - Probleme und Lösungsansätze“, so der Titel des Vortrages von Peter Frank von der LK-Tirol. In seinen Ausführungen macht er klar, dass gerade in der Pflege des Grünlandes noch sehr viel Potential steckt. Mit 25 bis 50% der Gesamtkosten in der Mutterkuhhaltung, stellen die Grundfutterkosten den zweitgrößten Kostenblock in der Mutterkuhhaltung dar. Deshalb auch ganz klar die Empfehlung von Frank, die Nutzung des Grünlandes zu optimieren um Kosten einzusparen. Im Zuge seines Vortrages, gab er auch ganz konkrete und praxisorientierte Vorschläge wie dies gemacht werden kann.

Landwirtschaft im Spannungsfeld der Gesellschaft
Die Landwirtschaft vor immer neuen Herausforderungen. Gerade im Bereich der Fleischproduktion wird das Thema „Tierwohl“ in den nächsten Jahren stark an Bedeutung gewinnen. Unter diesen Vorzeichen wurde mit dem Vortrag „Tierwohl - Was sagt die Ethik? Was erwartet und zahlt der Verbraucher?“ von Christian Dürnberger genau der Zahn der Zeit getroffen.
Dürnberger spannte in seinem Vortrag einen Bogen von der Erwartungshaltung der Konsumenten über das Thema Tierwohl bis hin zu Einblicken in das Agrarmarketing.
Im Laufe des Vortrages wurde einem klar, dass die Konsumenten eine sehr große Erwartungshaltung an die Landwirtschaft allgemein und im speziellen an die Nutztierhaltung haben. Deshalb sollte man sich als Landwirt und Produzent den Veränderungen und Anforderungen des Marktes nicht verschließen, sondern diesen selbstbewusst und positiv gegenübertreten.
Die Konsumenten sind auch nur dann bereit mehr für das Produkt zu bezahlen, wenn sie diesem vertrauen. Hier hat die kleinstrukturierte Mutterkuhhaltung mit der Produktion von qualitativ hochwertigem Rindfleisch ganz klar einen großen Vorteil, denn sie erfüllt sehr viele Erwartungshaltungen der Konsumenten.
Landwirt und Produzent zu sein ist demnach eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe – eine Aufgabe für Experten, die sich weiterbilden und die Beratungsmöglichkeiten des Arbeitskreis in Anspruch nehmen.

Generalversammlung und Auszeichnungen
Ein weiterer Höhepunkt war die Auszeichnung der Jahrlingsproduzenten mit Hoftafeln. 18 Landwirte aus dem "Qualität Tirol" Fleischprojekt "Jahrling" wurden ausgezeichnet.
Im Rahmen der Tagung fand auch die Generalversammlung der Tiroler Vieh Erzeugergemeinschaft statt. Obmann Hansjörg Landmann blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück und betonte die Wichtigkeit der Erzeugergemeinschaft als Interessensvertretung der Tiroler Qualitätsfleischproduzenten.

Ausgezeichnete Jahrlingsbetriebe 2018

  • Familie Dettendorfer, vulgo Peifer aus Niederndorferberg
  • Familie Hohenegg, vulgo Goldner aus Ehrwald
  • Familie Krabacher, vulgo Haus Schönblick aus Bschlabs
  • Familie Lindner, vulgo Joseler aus Mauern
  • Familie Neuner, vulgo Wirtseppelerhof aus Leutasch
  • Familie Neuner aus Tarrenz/Strad
  • Familie Pairegger, vulgo Millers aus Tumpen
  • Familie Pfurtscheller, vulgo Obersillerhof aus Neustift
  • Familie Riedl, vulgo Klaudelerhof aus St. Jodok
  • Gerald Schöpf aus Obsaurs
  • Familie Senfter, vulgo Grollhof aus St. Jakob in Defereggen
  • Martina und Florian Steiner, vulgo Zehenthof aus Wörgl
  • Barbara und Fritz Stöckl-Knoflach, vulgo Kuglerhof aus Mützens
  • Familie Tamerl, vulgo Martinshof aus Längenfeld
  • Familie Thür, vulgo Klausnhof aus Navis
  • Familie Unterrainer, vulgo Wengerhof aus Kirchdorf in Tirol
  • Familie Wieser, vulgo Blasl aus Niederau
  • Familie Zanon, vulgo Franzelerhof aus Absam


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