Fleckvieh vor Ort 2019

Fleckvieh vor Ort beim Kiendlerhof

Betriebsentwicklung mit drei Standbeinen
Der Kiendlerhof in Schwendau öffnete seine Türen für die Tiroler Fleckviehzucht und der Betriebsführer Hannes Neuner jun. stellte die Entwicklung des Familienbetriebes vor. Mit der Aussiedelung des Hofes in den Ortsteil Schormis drei Generationen zuvor wurde der Grundstein für den Auf- und Ausbau des Kiendlerhofes gelegt. Alle Bewirtschafter konnten seit dieser Zeit den landwirtschaftlichen Betrieb erweitern und bei der Veranstaltung das Erfolgsrezept mit drei Standbeinen ausführlich vorstellen:
- Tourismus mit Appartmentvermietung
- Haflingerzucht mit Fahr- und Reitbetrieb
- Rinderzucht mit Heumilchproduktion und Almwirtschaft
Die Erfolge in der Fleckviehzucht können sich sehen lassen mit besten Ergebnissen auf Ausstellungen bis zur nationalen Ebene, die Zuchtarbeit brachte in den letzten Jahren insgesamt fünf Stiere auf Besamungsstationen. In Gesprächen mit der Familie wurde sofort klar, dass eigentliche Erfolgsrezept ist der Zusammenhalt über Generationen und der gemeinsame Einsatz für den Betrieb.

Betriebsspiegel

Neue Genetik mit Schwerpunkten
Fleckvieh-Zuchtleiter Christian Straif konnte einige aktuelle Themen im Zuchtprogramm ansprechen und stellte das aktuelle Besamungsprogramm vor. Die positiven Entwicklungen in Fitness und Lebensleistung der vergangenen Jahre zeigen, dass man sich bei Fleckvieh auf dem richtigen Weg befindet. Trotzdem heißt es laufend die kleinen Schrauben im Zuchtprogramm zu drehen, um den maximalen Erfolg für die Mitgliedsbetriebe zu erreichen. So legte der Rassenausschuss Fleckvieh bei der Zusammenstellung des Besamungsprogrammes zwei übergeordnete Schwerpunkte im heurigen Jahr:

- Inhaltsstoffe
Der genetische Trend der Kühe zeigt, dass vor allem bei den Fett-% der Zuchtfortschritt aktuell bei Null ist, natürlich begründet in der Weiterentwicklung in Milchmenge und vielen anderen Merkmalen. Um hier keinen negativen Trend in der Zukunft zuzulassen wurde beim aktuellen Programm ein Schwerpunkt auf Vererber mit positiven Inhaltsstoffen gelegt.

- Fundament
Im Exterieur kann vor allem die positive Euterentwicklung der letzten Jahre mit sehr viel Zufriedenheit dokumentiert werden, bei den Fundamenten ist man auch weiterhin auf dem richtigen Weg, um hier nochmal mehr Nachdruck zu geben, wird bereits beim Stierankauf vermehrt auf die Fundamentvererbung geachtet.
Weitere Themen wie die Erhaltung der Doppelnutzung als wichtiges Rassemerkmal und die stetige Weiterentwicklung der natürlich hornlosen Genetik bei Fleckvieh, finden im aktuellen Besamungsprogramm ihren Platz. Die Stierkataloge sind bereits auf den Betrieben, das gesamte Portfolie kann auf www.rinderzucht.tirol abgerufen werden incl. Samenbestellung.

Regionale Verpflegung durch die Jungzüchter
Abgerundet wurde die von der Familie Neuner sehr gut vorbereitete Veranstaltung mit bester Verpflegung heimischer Produkte durch die Jungzüchter aus dem Bezirk Schwaz sowie einen Stand der Erlebnissennerei Zillertal.


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