Almwirtschaftsberatung der Landwirtschaftskammer Tirol

Neuer Schwung in der Almwirtschaftsberatung der Landwirtschaftskammer Tirol

Die Almwirtschaft in Tirol besitzt einen sehr hohen Stellenwert für die bäuerlichen Betriebe aber auch für viele Erholungssuchende. Mit viel Fleiß und Idealismus werden Tirols Almen Almsommer für Almsommer von den Almbauern und Almbäuerinnen bewirtschaftet, gepflegt und freigehalten. Doch die Idylle trügt, denn die Almwirtschaft ist mit vielen Herausforderungen wie etwa wärmeren Temperaturen in der Vegetationsperiode, Mangel an Almvieh sowie der damit verbundenen Verbuschung und Verwaldung konfrontiert.  Deshalb setzt die Landwirtschaftskammer Tirol verstärkt auf das Beratungsgebiet der Almwirtschaft. 

Bei der Almbewirtschaftung können, wie auch in allen anderen Bereichen der Landwirtschaft, immer wieder Probleme und Fragen auftreten. Damit die Landwirtschaftskammer Tirol als Interessensvertretung und Beratung, die Almbewirtschafter und Almbewirtschafterinnen bei möglichen Fragen und Problemen bestmöglich unterstützen kann, wurde die Almwirtschaftsberatung ausgebaut.

Seit Februar 2017 ist Lorenz Strickner, Wirtschaftsberater der Bezirkslandwirtschaftskammer Innsbruck, für die Koordination und den Ausbau der landesweiten Almwirtschaftsberatung zuständig. Seitdem wurden verschiedenste Feldversuche, unter anderem die Anlage eines Pilotversuches zur Bekämpfung des Almampfers mit innovativer Vliesabdeckung oder ein Düngeversuch mit „Biosol“, gestartet. Des Weiteren werden mehrere Almen intensiv beraten und betreut.

Zukünftig wird es auch eine almwirtschaftliche Spezialberatung geben, welche die Almbewirtschafter/-innen bei der Planung der Bewirtschaftung ihrer Almen unterstützen wird. Der Hauptbereich dieser Beratungsdienstleistung ist die Erstellung von Maßnahmenpaketen, die als Bewirtschaftungsplan bzw. Almwirtschaftsplan festgehalten werden und über mehrere Jahre umgesetzt werden sollen. Almwirtschaftspläne bilden die Grundlage der geplanten Bewirtschaftung und Entwicklung von Almen. Sie können effektiv dazu genutzt werden Problembereiche auf der Alm festzustellen und almweideverbessernde Maßnahmen umzusetzen. Weiters können nicht wahrgenommene Potentiale entdeckt und ausgenutzt werden, was dazu beiträgt die Almbewirtschaftung nachhaltig zu verbessern und zu optimieren.

Ansprechpersonen in den Bezirken:
Innsbruck/Schwaz: Lorenz Strickner, BSc und Ing. Hannes Auer, ABL
Imst/Landeck/Reute: Mag. Peter Frank und Ing. Dipl.-Päd.  Johannes  Reinalter
Kitzbühel: DI Jakob Bergmann
Kufstein: Ing. Josef Lanzinger und Katharina Dornauer, BSc
Lienz: Stefan Glantschnig 


Rinderzucht Tirol . Brixner Straße 1 . 6020 Innsbruck . Tel: 059292 - 1832 . fax: 059292 - 1839
Email: rinderzucht@lk-tirol.at