MAP-Überwachungs-und Bekämpfungsprogramm

MAP-Überwachungs-und Bekämpfungsprogramm

Die Paratuberkulose (MAP) ist eine unheilbare Durchfallerkrankung, die in betroffenen Rinderbetrieben zu wirtschaftlichen Verlusten führen kann. Da die Erkrankung lange ohne äußere Anzeichen verläuft und schwer zu diagnostizieren ist, lässt sie sich nur schwer bekämpfen. Die Erkrankung tritt weltweit auf, wobei das Vorkommen von Land zu Land stark schwankt. So gilt Schweden als annähernd MAP-frei, wohingegen in den meisten Ländern mit einer bedeutenden Milchwirtschaft 50 % und mehr der Milchviehbetriebe als betroffen gelten. Landesweite Querschnittsuntersuchungen zeigten in Österreich ein vergleichsweise geringes Para-Tbc-Vorkommen mit etwa 10 bis 20 Prozent betroffenen Rinderherden.

Im Jahr 2013 wurde vom Tiroler Tiergesundheitsdienst in Abstimmung mit der Veterinärabteilung des Landes und den Rinderzuchtverbänden ein Programm zur Überwachung und Bekämpfung der Paratuberkulose ins Leben gerufen. Die Grundlage des Überwachungsprogramms ist eine alle zwei Jahre stattfindende Erhebung des MAP-Herdenstatus mittels Sockentupfern oder Sammelkotproben. Betriebe, die mittels diesen Untersuchungen zwei Mal mit negativem Ergebnis untersucht wurden, erhalten den Status“MAP-unverdächtig“.

Im ersten Durchgang waren noch ca. 7,5 % der untersuchten Betriebe MAP-positiv und fast die Hälfte dieser Betriebe verpflichteten sich am MAP-Programm teilzunehmen. Bei der zweiten Sockentupferuntersuchung 2016/17 waren nur etwa 1 Prozent positiv und im Rahmen der dritten Runde dieser Sockentupferuntersuchugen 2018/19 konnte mit 0,5 Prozent erneut weniger MAP-positive Betriebe gefunden werden. Insgesamt wurden bisher 4622 Betriebe als MAP-unverdächtig eingestuft. Seit Beginn dieser Untersuchungen haben 185 positive Betriebe am Programm teilgenommen, von denen 127 nach dreimaliger negativer Einzeltieruntersuchung wieder den Status MAP-unverdächtig erlangen konnten.

MAP-verdächtige Betriebe können jederzeit am MAP-Programm teilnehmen, sofern diese Betriebe auch die Einzeltieruntersuchungen verpflichtend durchführen lassen.

Wir fordern alle interessierten Milchproduzenten auf, an den heurigen MAP-Untersuchungen teilzunehmen, damit diese Betriebe auch weiterhin den Status MAP-unverdächtig erhalten.

 

Bei Unklarheiten steht Ihnen die Geschäftsstelle des Tiroler Tiergesundheitsdienstes jederzeit zur Verfügung.


Rinderzucht Tirol . Brixner Straße 1 . 6020 Innsbruck . Tel: 059292 - 1832 . fax: 059292 - 1839
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