Erfolgreich in der Landwirtschaft mit Rinderzucht Tirol

Erfolgreich in der Landwirtschaft mit Rinderzucht Tirol

Familie Riedl aus Tienzens in Steinach am Brenner bewirtschaften 51 ha landwirtschaftliche Fläche, davon 12 ha mit Feldfutter (Gerste, Luzerne etc.). Die Flächenbewirtschaftung reicht von Bergmähdern bis hin zu vierfach-schnittgenutztem Feldfutter und Kurzrasenweide. Auch eine Alm gehört zum Betrieb. Die Flächen liefern die Futtergrundlage für die durchschnittlich 60 Bio-Milchkühe sowie ca. 40 Stück Jungvieh am Betrieb. Familie Riedl beliefert mit ihrer Bio-Heumilch den Milchhof Sterzing.


Erfolgreicher Bio-Heumilchbetrieb
Bereits seit 1998 wird der Hof als Bio-Betrieb geführt. Zuerst wurde noch Bio-Silomilch produziert, es folgte der Umstieg auf Bio-Heumilch. Im Jahr 2015 wurde der neugebaute Laufstall bezogen. Sohn Andreas Riedl schwärmt vom Stall: „Der Stallneubau hat nicht nur in Hinblick auf die Arbeitswirtschaft viele Vorteile. Auch für den Kuhkomfort hat sich einiges getan, das sieht man auch an den biologischen Kennzahlen“. Diese kennt Andreas genau, ist er doch Mitglied beim LKV und beim Arbeitskreis Milchproduktion. Die Kennzahlen des Betriebes hat er binnen weniger Augenblicke am Smartphone parat. Die ca. 60 Milchkühe der Rassen Fleckvieh bzw. Fleckvieh x Red Holstein liefern durchschnittlich 7.700 kg Milch bei 3,9 % Fett und 3,5 % Eiweiß bei einer Zellzahl von 64.000. Die Zwischenkalbezeit beträgt 346 Tage. Das Erstkalbealter am Betrieb liegt bei 27 Monaten. Ihm sind vitale, langlebige und fitte Kühe wichtig – dabei schaut er auch bei der Stierauswahl. Der Gesamtzuchtwert und der Fitnesswert sind für ihn dabei von großer Bedeutung. Andreas besamt die Kalbinnen und Kühe selbst und nutzt dabei die Samendepotstelle Rotholz der Rinderzucht Tirol. Neben bester Fleckvieh-Genetik werden die Kühe auch mit Stieren von Fleischrassen belegt. Damit lassen sich für die Kälber noch bessere Preise erzielen.


Langjährige Vermarktung über Rinderzucht Tirol
Im Bereich Schlacht- und Nutzvieh ist die Rinderzucht Tirol, bzw. vormals die Tiroler Viehmarketing, bereits seit vielen Jahren Partner der Familie Riedl. Vor-Ort wird die Familie Riedl von Rinderzucht Tirol Außendienstmitarbeiter Florian Rumer betreut. Er steht Josef und Andreas Riedl in Vermarktungsfragen mit Rat und Tat zur Seite und ist regelmäßig am Hof zur Viehabholung. Vermarktet werden Einstellkälber im Alter von ca. drei Wochen sowie die gesamten Schlachtkühe. Bei ca. 15 % Remontierungsrate fallen einige Schlachtkühe pro Jahr an. Andreas sind dabei eine gute Planbarkeit, Verlässlichkeit und transparente Abwicklung wichtig. „Ich habe bei der Vermarktung über die Rinderzucht Tirol bei den Einstellkälbern und Schlachtkühen eine geregelte Abnahme, damit kann ich gut planen. Bei der Vermarktung der Kühe bekomme ich eine übersichtliche und genaue Abrechnung mit nachvollziehbaren Kriterien durch die Klassifizierung am Schlachthof. Der Bio-Zuschlag ist für mich auch wertvoll. Bei einem Betrieb unserer Größe zählen Überblickbarkeit und Zuverlässigkeit. Das schätze ich bei der Abwicklung mit der Rinderzucht Tirol ebenso wie die gute Betreuung vor Ort. Ich habe von der Samenbestellung bis zur Schlachtviehvermarktung einen Partner“, erklärt der Jungbauer zufrieden.


Vorteile der Vermarktung über die Rinderzucht Tirol
Die Vermarktung über die Rinderzucht Tirol bietet viele Vorteile. Die Bäuerinnen und Bauern werden transparent über die aktuellen Marktpreise auf der Homepage der Rinderzucht Tirol bzw. in den „Landwirtschaftlichen Blättern“ (letzte Seite) informiert. Ein Schlachterlös-Rechner auf der Homepage ermöglicht es, den Erlös für Schlachtvieh abschätzen zu können. Die angesprochene Klassifizierung erfolgt an den Schlachthöfen von unabhängigen Kontrollorganen nach einem vorgegebenen Handelsklassensystem. Somit soll eine bestmögliche Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit der Klassifizierung gegeben sein. Lieferanten können die Schlachtergebnisse über die ÖFK bzw. auf der Homepage der Rinderzucht abrufen. Selbstverständlich sind sie auch auf den Abrechnungen angeführt.
Die Vermarktung über die Rinderzucht Tirol bietet im Bereich Schlachtkuhvermarktung die Möglichkeit, gentechnikfrei produzierte Kühe/Kalbinnen und M-Kühe/Kalbinnen (Mc-Donalds) zu vermarkten. Für Bio-Betriebe werden bei Schlachtkühen Bio-Zuschläge ausbezahlt. Den Lieferanten wird bei speziellen Themen, z.B. bei der heurigen Schlachtkuhprämie, ein weiterführendes Service geboten.
Besonders für größere Betriebe sind die Punkte Planbarkeit und Verlässlichkeit wichtig. Die Außendienst-Mitarbeiter stehen den Betrieben als erster Ansprechpartner in sämtlichen Belangen der Zucht- und Nutzviehvermarktung zur Verfügung. Dies reicht vom Einstellkalb bis hin zur Schlachtkuh oder der Teilnahme an Qualitätsprogrammen. Durch das breite Serviceangebot, von der Samenbestellung bis hin zur Schlacht- und Nutzviehvermarktung, bietet die Rinderzucht Tirol den heimischen Betrieben umfassendes Service aus einer Hand.


Kälbergesundheit im Fokus

Die Nachzucht wird Großteils am Betrieb Riedl selbst herangezogen. Besonderer Wert wird daher auf die Gesundheit der Kälber gelegt. Um Durchfall- und Atemwegserkrankungen bestmöglich zu vermeiden, ist Andreas eine optimale Versorgung der Kälber mit Biestmilch bester Qualität ein großes Anliegen. Die Qualität des Erstgemelks wird von ihm regelmäßig untersucht, bei mangelnder Qualität erhalten die Kälber vorher eingefrorenes Kolostrum mit genügend Antikörpern und Nährstoffen. Der großzügig gestaltete Kälberstall soll zu einem guten Tierwohl beitragen und verfügt über einen angeschlossenen Auslauf für die Kälber.

Text und Bilder: Lukas Huber


Rinderzucht Tirol . Brixner Straße 1 . 6020 Innsbruck . Tel: 059292 - 1832 . fax: 059292 - 1839
Email: rinderzucht@lk-tirol.at