Service: Anpaarungsvorschläge Online auf rdv4m

Service: Anpaarungsvorschläge Online auf rdv4m

Seit der August-Zuchtwertschätzung sind die Optibull-Anpaarungsvorschläge neben den bisherigen Rassen Fleckvieh und Braunvieh auch für Holstein Online für die Züchter im Herdenmanager und auf der LKV-App abrufbar. Erstmalig wurden die Anpaarungsvorschläge heuer neu für Holstein gerechnet unterteilt nach den beiden Farbschlägen Holstein und Red Holstein. Die Anpaarungsvorschläge werden nach jeder Zuchtwertschätzung (3 x jährlich) aktuell neu berechnet und entweder in der LKV-App oder Herdenmanager den Züchtern bereitgestellt.


Das Prinzip von OptiBull basiert darauf, dass aus dem neuen Stierangebot der Rinderzucht Tirol optimierte Besamungsvorschläge für die weiblichen Tiere am Betrieb berechnet werden. Die Auswahl der geeignetsten Stiere orientiert sich grundsätzlich am Zuchtziel der Rasse, wobei zusätzlich noch individuelle Stärken und Schwächen hinsichtlich der Leistungs-, Fitness- und Exterieurkriterien der Kuh/Kalbin berücksichtigt werden. Diese Stärken und Schwächen werden aus den Zuchtwerten (konventionell, genomisch oder Ahnenindex) automatisch ermittelt. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, die Kriterien online selbst anzupassen und sich die Anpaarungsvorschläge neu berechnen zu lassen.


Je Tier werden fünf Anpaarungsvorschläge beim Herdenmanager ausgewiesen. Dies ist eine Zusammenfassung des gesamten Bestandes mit den ausgewählten Stieren in Druckformat. Auf der LKV- App sind zur schnellen Übersicht im Stall nur die ersten drei Stiere abgebildet. Nachkommen-geprüfte Stiere sind mit N gekennzeichnet. Zur Wahrung einer entsprechenden Vielfalt, darf ein Stier in maximal 10% von allen Anpaarungsempfehlungen auf Platz 1 rangiert sein. Enge Inzuchtpaarungen werden vermieden, bei Fleckvieh drei und bei Braunvieh und Holstein zwei Generationen (kein gemeinsamer Vorfahre auf Vater- und Mutterseite). Ebenso werden Risikopaarungen (Risiko über 1%) hinsichtlich der derzeit bekannten Erbfehler und genetischen Besonderheiten ausgeschlossen. Bei den Vorschlägen für Kalbinnen wird ein positiver paternaler Kalbeverlaufs-Zuchtwert von mindestens 100 verlangt. Die Berechnung erfolgt für alle weiblichen Tiere am Betrieb ab einem Alter von 10 Monaten.


Rinderzucht Tirol . Brixner Straße 1 . 6020 Innsbruck . Tel: 059292 - 1832 . fax: 059292 - 1839
Email: rinderzucht@lk-tirol.at