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Rinderzucht Tirol Marsch

     

Highlander-Vortrag in Imst vom Schweizer Züchterkollegen Guido Leutenegger

Am 10. November 2011 fand als großer Jahresabschluss der Tiroler Hochlandrinderzüchter der mit Spannung erwartete Vortrag des Präsidenten der Schweizer Highlandcattle Society Guido Leutenegger aus der Schweiz im neuerrichteten Agrarzentrum WEST in Imst/Tirol statt.

Tirol Präsident Wolfgang Wahrstätter führte in gekonnter Manier durch den Abend, begrüßte den Schweizer herzlichst und sprach ihm den Dank der ARGE Östereichischer Hochlandrinderzüchter aus. Auch eine große Anzahl des Bundesvorstandes der ARGE Österreich war vertreten, Bundesobmann Hardegg ließ sich triftig entschuldigen, er weilte im Ausland.

Guido Leutenegger konkret!
Guido Leutenegger, Gründer der Marke Natur konkret aus der Schweiz, berichtete über seine Erfahrungen als „Aufsteiger in der Fleischrinderzucht“. Als Kommunalpolitiker ohne jeden landwirtschaftlichen Hintergrund wagte Leutenegger den Umstieg in die Zucht und Vermarktung der Hochlandrinder. Dank seiner revolutionären Idee, die Finanzierung seines Betriebes über „Kuhaktien“ zu sichern, und einem strategisch ausgefeilten Direktvermarktungskonzeptes weiden zwischenzeitlich mehr als 520 Rinder seines Betriebes auf 2.500 ha im Tessin. „Mir gehört davon kein Quadratmeter“, betont Guido Leutenegger, der vor allem lange aufgelassene und teilweise bereits verbuschte Almen mit Unterstützung der öffentlichen Hand wiederbelebte. Wenn auch eine direkte Umsetzung des in spannend unterhaltsamer Weise vorgetragenen Erfolgskonzeptes von der Schweiz nach Tirol nicht möglich ist, so bestehen deutliche Parallelen, die vor allem in der Rasse begründet liegen.

Jeder kennt die Zottl!!
Nach einer jüngsten Umfrage besitzt das Hochlandrind in der Bevölkerung einen Bekanntheitsgrad von 86 % und führt damit den Vergleich der Fleischrinderrasse deutlich an. Daraus lässt sich auch eine einfachere Vermarktbarkeit ableiten. Wie sich in der Schweiz zeigte, bedarf es bei der Haltung von Hochlandrindern keiner besonderen Maßnahmen, selbst enge BIO-Kriterien in vielen Bereichen nicht nur einzuhalten, sondern noch strengere Maßstäbe einzuhalten. Die Rinder, die auf besonders kargen Böden weiden, fressen ausschließlich Gras und Heu, eignen sich deshalb nicht zur Mast und liefern dennoch hervorragende Fleischqualität. Hochlandrinder werden überwiegend in der Direktvermarktung vertrieben. Hier sieht Guido Leutenegger durch seine Entscheidung, vom Mischpaket abzugehen, ein Kriterium seines Erfolges. „Wir orientieren uns an Menschen die Qualität schätzen, das Besondere lieben und idealerweise auch Kochen können“, so Leutenegger, „deshalb gehören zu unseren Stammkunden auch viele Spitzenköche, für die es interessant ist, auch aus anderen als den Spitzenteilen hervorragende Spezialitäten zuzubereiten“.

Bauernbund vertreten
Bezirksbauernobmann Bgm. ÖR Rudolf Köll unterstrich den Stellenwert der Hochlandrinderzüchter im Kreis der Tiroler Bauern, werden doch durch ein konstruktives Nebeneinander und enge Zusammenarbeit, wie durch die Fusion der Rinderzuchtverbände, erfolgreiche Wege in der Landwirtschaft beschritten. „Das spannende in der Landwirtschaft ist“, so Köll, „dass es nicht nur einen Weg gibt, sondern viele“.

Richtiger Weg!
Dass sich die Tiroler Hochlandrinderzüchter auf einem richtigen Weg befinden zeigen die Zuwachsraten, die Zucht- und Ausstellungsergebnisse und nicht zuletzt die Zufriedenheit der Kunden, wenn sie sich das Fleisch des Rindes sprichwörtlich auf der Zunge zergehen lassen.

"tyrolean do it bether..."
Immer wieder treffen sich die Tiroler Hochlandrinderzüchter, wie jüngst im Saal des iKuh im Agrarzentrum West in Imst, zum Erfahrungsaustausch. Berichte aus den eigenen Reihen, aktuelle Veröffentlichungen, Gäste und Referenten aus ganz Österreich und dem Ausland liefern bei diesen Stammtischen Denkanstoße, die sich zum Teil auch in Tirol in der „Zottelzucht“ direkt umsetzen lassen. Rund 100 Neueinsteiger, Halter und Züchter von Hochlandrindern aus dem Raum Tirol, Bayern, Salzburg und sogar aus der Steiermark ließen sich beim gemütlichen Teil ein Highlandbeef-Gulasch schmecken !

 

 

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Termine

Zuchtviehversteigerung

Imst: 29.05.2011 - 09:00

Zuchtviehversteigerung

Rotholz: 30.05.2012 - 9:00

Rinderzucht Tirol . Brixner Straße 1 . 6020 Innsbruck . Tel: 059292 - 1832 . fax: 059292 - 1839 . Email: rinderzuchtno@rinder.lk-tirol.at